White Square Gallery presents Heinrich Maria Davringhausen - The Power of Ornament

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17 Nov 2012 to 25 Jan 2013

White Square Gallery
Mauerstrasse 77
D - 10117
Berlin
Germany
Europe
T: +49 30 20889599
F: +49 30 20889599
M:
W: www.whitesquaregallery.com











Heinrich Maria Davringhausen
Nr. 978, untitled 1968
oil on canvas, 85,1 x 169,7 cm


Artists in this exhibition: Heinrich Maria Davringhausen


Heinrich Maria Davringhausen
The Power of Ornament

November 17th 2012 - January 25th 2013

Heinrich Maria Davringhausen (1894 – 1970) gehört zu den Wegbereitern des Magischen Realismus und der Neuen Sachlichkeit. Im Berlin und München der 1920er Jahre galt er als einer der schillerndsten Künstlerpersönlichkeiten, als ein eleganter Bohemien mit großer Ausstrahlung und als innovativer Vorreiter neuer Bildwelten. Zu seinen engsten Freunden zählten die Maler George Grosz, die Brüder Wieland Herzfelde und John Heartfield, Carlo Mense, Georg Schrimpf, Anton Räderscheidt und die Schriftstellerin Else Lasker-Schüler.
Von den Nationalsozialisten verfemt emigrierte er 1932/33 mit seiner jüdischen Frau Lore Auerbach nach Mallorca, beim Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges 1936 nach Ascona und 1939 nach Frankreich. Im südfranzösischen Lager „Les Milles“ wurde er interniert wie viele seiner Freunde z.B. Max Ernst, Walter Hasenclever, Lion Feuchtwanger oder Alfred Kantorowicz. 1945 bis zu seinem Tod lebte er in Haut-de-Cagnes, wo ein umfangreiches abstraktes Spätwerk entstand.
Seine Werke sind zu besichtigen z. B. in der Pinakothek der Moderne München, im Sprengel Museum Hannover, im Picasso Museum Antibes, in den Landesmuseen Darmstadt, Bonn und Münster, im Karl Ernst Osthaus-Museum, im Von der Heydt-Museum Wuppertal, im Suermondt-Museum Aachen, im Kunstmuseum Düsseldorf, in der Stiftung Bauhaus Dessau, im Museum von Athen und im Leopold-Hoesch-Museum Düren.
In Berlin, wo Davringhausen 1915 bis 1918 und bis 1932 immer wieder lebte, entwickelte er den Stil des Magischen Realismus. „Verblüffend die Jahreszahlen“ heißt es in einer Kritik von 1919. Eigenwillig und gegen den Zeitstil hatte Davringhausen in Berlin im Jahr 1915 begonnen, rein sachliche Porträts zu malen wie von seinem Malerfreund Hans Richter oder dem Hautarzt Dr. Döhmann, der als "Daimonides" und "Edgar Firn" der Berliner Dada-Szene bekannt war.
In den späten 1920er Jahren entwickelte er eine expressive abstrakte Handschrift, die später auf Mallorca und in Ascona von leuchtender Farbigkeit durchzogen ist. Fluchtende Linien, die Perspektiven beschreiben, Farbflächen, die übereinander schweben und Körper bilden, strukturieren den Bildraum zu einem “funktionierenden“ Ganzen. Im strahlenden Licht von Mallorca und Ascona erfuhren die Gemälde ihre farbliche Erfüllung. Verhaltene Erotik fand nach und nach Einzug in seine Bildthematik. Besonderes Beispiel hierfür sind Gemälde aus den Jahren 1933-36.
Die Jahre 1939 bis 1945 sind gekennzeichnet durch Flucht, Untertauchen und Aufenthalten im Internierungslager Les Milles.
Das abstrakte, ornamentale Spätwerk entstand in Haut-de-Cagnes. Es zeichnet sich aus durch eine von Leichtigkeit durchströmte Harmonie der Farben und Formen, denen fast ausschließlich eine erotische Komponente als mitschwingendes Element inkorporiert. „Bei diesem Maler ruht man sich aus“, erläuterte der Kunstkritiker Michel Seuphor, bereits 1950, „ruht man sich aus von der Unruhe so vieler anderer...“
Das großartige, neuentdeckte Spätwerk des Malers Heinrich Maria Davringhausen wird heute zum Gegenstand einer intensiven Forschung.


White Square Gallery/WSG GmbH
Mauerstrasse 77 10117 Berlin
am Checkpoint-Charlie Mi bis Sa von 13:00 bis 18:00 Uhr
U2 Stadtmitte, U6 Stadtmitte, Kochstrasse Tel, Fax: +49 30 20889599
berlin@whitesquaregallery.com
www.whitesquaregallery.com







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