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Exhibition

Bob Gysin: Matthias Bosshart - Film-Stücke - 12 Jan 2008 to 23 Feb 2008

Current Exhibition


12 Jan 2008 to 23 Feb 2008
Eröffnung Freitag, 11. Januar 2008, 17-20 Uhr
Bob Gysin
Ausstellungsstrasse 24
CH - 8500
Zurich
Switzerland
Europe
p: 0041 1 278 40 60
m:
f: 0041 1 278 40 50
w: www.bg-galerie.ch











Als sie das Glas antippte, erzitterte darin die Spiegelung der Deckenleuchten ein wenig
2006, 35mm-Film und Mattlack auf Forex-Pan, 122 x 250 cm
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Bob Gysin

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Artists in this exhibition: Matthias Bosshart


Matthias Bosshart lässt in seinen Tafeln die Bildwelt des Films verstummen. Der Künstler verschränkt das Medium Film mit der Malerei und erzeugt Bilder, in denen sich das ?Sichtbare? verflüchtigt ? so lautet das Urteil der Kritikerin Elisabeth Grossmann anlässlich seiner Ausstellung im Kunsthaus Zürich. Bosshart bringt in seinen Filmtafeln ?das Vorüberrauschen optischer Eindrücke zum Stillstand?. Der Film wird seiner darstellenden Funktion enthoben, Erzähl- und Handlungsstrukturen erlangen eigentliche Bildpräsenz und erzeugen in ihrer rein physischen Gegenwärtigkeit visuell irritierende Effekte.

Film ist für Matthias Bosshart das Kulturphänomen der Moderne schlechthin. Gegenüber der kommerziellen Filmindustrie interessiert sich der Künstler in seiner Arbeit nur bedingt für Film als Medium, das eine Geschichte erzählt. Sein Augenmerk gilt der spezifischen Materialität, Technik und Präsentationsweise, die er seit den 80er Jahren in seinen Experimentalfilmen und Filminstallationen erkundet. In den 90er Jahren brach Bosshart mit der Grundprämisse, die besagt, dass Film Bewegung sei, und wandte sich in einer weiteren Werkgruppe dem Filmstreifen als formbildendes Mittel zu. In seinen klein- bis grossformatigen Filmtableaus hebt er den Darstellungscharakter des Mediums auf. Die dicht aneinandergereihten Zelluloidstreifen verweisen nicht auf etwas anderes, bezeichnen nichts anderes, sie sind sich selbst: ein Träger kaum erkennbarer Bilder und Bildsequenzen. Der Film als Aktionsraum von Bewegung, Ton, Licht, Farbe und Form ist annulliert.
Die Bewegungsillusion des Films manifestiert sich in der linearen Abfolge der Kleinstbilder als eigentümliche Strukturen, die wirre, pulsierende Rhythmen, aber auch monotone, formal undifferenzierbare Episoden aufweisen. In seinen Tafeln steigert Bosshart den optischen Reiz und die physische Präsenz des Zelluloids, indem er gezielt Malschichten einsetzt. Das transparente Zelluloid tritt meist in Wechselspiel mit einem durchlässigen oder opaken Malgrund und zeitweise durchbrechen opake Farbbänder gleichsam als Störfaktor den Verlauf der feinen Filmstreifen.

In seinen jüngsten Arbeiten wird die serielle Anordnung der Filmstreifen oft von einer ornamentalen Flächenkonstruktion abgelöst. Das Augenmerk liegt nicht länger auf der pulsierenden Abfolge der Kleinstbilder. Von ihrer ursprünglichen Bedeutung losgelöst erscheinen die Filmstreifen als endlos fortsetzbares Flächenornament. Die dynamische Ordnung des Bildteppichs führt in einem übertragenen Sinn indes zurück zum Ausgangsmaterial, indem es die filmische Dynamik evoziert, die als Prozess den ständigen Bruch in einem visuellen Kontinuum verfolgt.

Ruth Littman
Leiterin Galerie Bob Gysin





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