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Exhibition

Bob Gysin: GEORG AERNI - HOLOZÄN - 25 Oct 2008 to 20 Dec 2008

Current Exhibition


25 Oct 2008 to 20 Dec 2008
Eröffnung Freitag, 24. Oktober 2008, 18-20 Uhr
Bob Gysin
Ausstellungsstrasse 24
CH - 8500
Zurich
Switzerland
Europe
p: 0041 1 278 40 60
m:
f: 0041 1 278 40 50
w: www.bg-galerie.ch











Georg Aerni
# 2755-2, Fieschergletscher - 2006,
C-Print, gerahmt, 197 x 156 cm
Web Links


Bob Gysin

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Artists in this exhibition: Georg Aerni


Georg Aerni - Holozän

Gletscher sind mächtige, strahlend weisse Eiszungen, die sich majestätisch in Tälern ausbreiten. Jedermann kennt dieses Bild, das uns die traditionelle Landschaftsmalerei und die Tourismusbranche vielfach vorführt. In seinem jüngsten Projekt spürt Georg Aerni den Formen und formbildenden Prozessen der Alpengletscher nach und präsentiert eine Morphologie der Bergwelt fern von jeglichen Idealtypen und Klischees. Mit möglichst objektiven Mitteln kreiert der Künstler eine Nähe zum ungreifbaren Fernen und lässt uns alpine Landschaften neu erfahren.

Der Ausstellungstitel bezieht sich auf das Schwinden der Gletscher und bettet dieses in die Erdgeschichte ein. Das Holozän umfasst die Epoche seit der Erwärmung des Klimas vor rund 12 000 Jahren. Die globale Erwärmung ist nicht neu. In den vergangenen 30 Jahren hat sie aber bedeutend zugenommen.

Georg Aernis Fotografien dokumentieren nicht den Schwund der Alpengletscher. Der Künstler will keinen Bildvergleich von damals und heute liefern. Einen Beitrag zum Diskurs über die Klimaerwärmung leistet er in einem übertragenen Sinn. Er rückt die Gletscher, die in der idealistischen Darstellung als erhabene Naturgewalten unerreichbar erscheinen sollen, für uns in unmittelbare Nähe.

Aerni zeigt keine mächtigen Eisströme, die sich in Täler schieben und mit ihrem imposanten Aussehen unser Bild für die spektakuläre Bergwelt prägen. Die Eismassen auf seinen Bildern sind amorph und von Falten, Rissen, Schichten, Brüchen durchzogen wie das sie umgebende Gestein. Das Gebirgsrelief bestimmt die Form beziehungsweise „Unform“ der Gletscher. Oft bilden sich mehrere Eiszungen, die durch schmale Auslässe „fliessen“. Das Eis ist meist verdreckt, zeitweise von pechschwarzem Schutt überzogen.

Aernis Aufnahmen lassen bestimmte Grundmuster erkennen. Eine Gletschertypologie anhand charakteristischer Merkmale interessiert hier nicht. Das Augenmerk des Künstlers gilt den vielfältigen Texturen und den fein nuancierten Farbverläufen, die in den nahezu monochromen Materialien aufscheinen.

Dieser Fokus verbindet die jüngsten Arbeiten mit Aernis früheren Zyklen über Felsformationen in Hong Kong und europäischen Tiergärten. Wie diese sind die Fotografien von Gletschern nicht blosses Abbild; sie öffnen einen Bildraum, der uns in die strukturelle Beschaffenheit von Oberflächen eintauchen lässt. Und wiederum endet die sachbezogene Darstellung nicht im Aufzeigen von Formbildungsprozessen. Aerni vollzieht vielmehr eine Annäherung an Phänomene, die uns mehr fremd denn vertraut sind. Auf diese Weise vermitteln seine Landschaften stets auch den Effekt des Sonderbaren.

Ruth Littman
Leiterin Galerie Bob Gysin






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