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Exhibition

Bob Gysin: David Willen - Fluchten - 27 Oct 2007 to 22 Dec 2007

Current Exhibition


27 Oct 2007 to 22 Dec 2007
Eröffnung & Buchvernissage Freitag
26. Oktober 2007, 18-20 Uhr
Bob Gysin
Ausstellungsstrasse 24
CH - 8500
Zurich
Switzerland
Europe
p: 0041 1 278 40 60
m:
f: 0041 1 278 40 50
w: www.bg-galerie.ch











David Willen - Fluchten
Kerzers, 2007, C-Print Diasec, 120 x 160 cm
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Bob Gysin
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Artists in this exhibition: David Willen


Der Gotthardtunnel, das CERN in Genf, die Uno-Vollversammlung in New York, eine Brücke in Sevilla, die psychiatrische Klinik Baumgarter Höhe in Wien ? was haben all diese verschiedenen Orte gemeinsam, was führt sie in einem Buch zu einem Panoptikum zusammen?

Es ist die Weit- und Weltsicht des Fotokünstlers David Willen, der mit seinen Arbeiten eine Form von Weltaneignung oder besser Weltannäherung praktiziert. Jeder Ort markiert eine Station innerhalb eines ?work in progress?, eines Konzepts mit offenem Ausgang, jede neue Fotoarbeit fügt sich in eine Serie schon bestehender Werke und noch folgender. Willen bearbeitet das Thema der ?Fluchten? seit 1999 und ein Ende ist nicht absehbar. Seine Werke formen Weltinnenräume, die uns abtauchen lassen, die sich uns verführerisch öffnen und gleichzeitig unheimlich verschliessen.

David Willen nennt seine Aufnahmen Bilder. Verständlicherweise, denn sie zeugen von einer profunden Kenntnis der malerischen Tradition. Sein ausgeprägter Sinn für die sensible Akkordik der farbigen Instrumentierung lässt sich ohne die Beschäftigung mit dem Medium der Malerei kaum erklären. David Willen erhebt sie gar zum Prinzip, nicht mehr, um die Welt ? wie die Renaissance-Künstler - auf den Punkt zu bringen, sondern um ihr einen Fluchtpunkt einzugestehen. Seine Orte entziehen sich in gleicher Weise, wie sie sich uns grosszügig öffnen. Weltaneignung geht immer einher mit dem schmerzlich melancholischen Bewusstsein um Weltverlust.

Seine Werke erscheinen beinahe nüchtern und prosaisch. Auch wenn sie sich nicht genau benennen und verorten lassen, sind sie uns in ihrer puren Alltäglichkeit vertraut. Manchmal findet der Künstler seine Motive in unmittelbarer Nähe. Meist liegen sie aber nicht einfach am Arbeitsweg, sondern fernab, in anderen Ländern und Kontinenten und sind nur schwer zugänglich. Es ist wohl seine Obsession, die ihn antreibt auf dem Weg zum Ziel auch vor aufwändigen Vorbereitungen nicht zurückzuschrecken. Und er begnügt sich nicht mit der Sicht auf die Dinge, er verlangt nach einer inneren Perspektive, er will in die Kliniken, die Gefängnisse, die Banken, die Forschungszentren und Tunnels hinein sehen.

Nicht nur, dass Willen die Welt als eine in Tiefe fluchtende wahrnimmt, auch die Farben seiner Bilder entsprechen seiner speziellen Erfahrung und Empfindung. Über das Instrumentarium der Farbe evoziert er seine Begegnung mit dem erinnerten Ort möglichst adäquat. Und so erlaubt er sich beim Einsatz der Farbe Manipulationen. Da wird er zum Maler mit den digitalen Mitteln der Bildbearbeitung. Die ?Einfärbung? seiner Werke sind weit mehr als eine optische Übersetzung, sie vermittelt eine synästhetische Erfahrung, in der auch aus dem Gedächtnis wach gerufene Geräusche und Gerüche osmotisch ins Bild diffundieren und in ihm verströmen.

Dr. Angelika Affentranger-Kirchrath

Auszug aus dem Essay zur Publikation «Fluchten / Vanishing Points»









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