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Exhibition

Contemporary Fine Arts Berlin : CHRISTIAN ROSA - LOVE'S GONNA SAVE THE DAY
MAXIMALISM
- 3 May 2014 to 7 June 2014

Current Exhibition


3 May 2014 to 7 June 2014
Tue - Sat 10 – 6
CFA
Contemporary Fine Arts Berlin
Am Kupfergraben 10
10117
Berlin
Germany
Europe
T: +49-30-288 787 0
F: +49-30-288 787 26
M:
W: www.cfa-berlin.com











CHRISTIAN ROSA
LOVE'S GONNA SAVE THE DAY
02 MAY - 07 JUNE, 2014
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Artists in this exhibition: CHRISTIAN ROSA, Borden Capalino, Sachin Kaeley, Rosy Keyser, Sam Moyer, Kaari Upso


CHRISTIAN ROSA
LOVE'S GONNA SAVE THE DAY
02 MAY - 07 JUNE, 2014

Contemporary Fine Arts freut sich, zum Gallery Weekend die Ausstellung „Love´s Gonna Save The Day“ mit neuen Arbeiten von Christian Rosa (* 1982 in Sao Paulo) zu präsentieren. Rosa lebt und arbeitet in Wien und Los Angeles.
 
Nahezu alle Elemente, die Christian Rosa unter Spannung bringt, stehen äußerst anspruchslos und direkt auf der Fläche, unberechenbar wie ein flüchtiger Impuls, ohne Umschweife in der Entfaltung und so „unbehandelt“ wie die Leinwand, die den Lauf jeder dieser Bewegungen aufnimmt. Leicht und oft nur schlecht zu unterscheiden von einer Laune, aber immer schlicht, entgehen sie der Kontrolle, noch bevor diese einsetzen könnte. Ihre Formlosigkeit unterläuft alle Regeln eines Handwerks und gibt keine Hinweise auf Erlernbarkeit oder Meisterschaft. Kriterien dieser Art streifen sie geradezu systematisch ab, wobei Christian Rosa nicht nur diesen ersten „falschen“ Eindruck sondern überhaupt den Anfang, den ersten Ansatz zu einer Bewegung, als sein Medium entwickelt hat. Im Grunde erscheint bei ihm alles im Rohzustand, ob nun die „graue Substanz“ der Leinwand oder das ganze Spektrum der Möglichkeiten, die sie vorzeigt: Farbe als Fleck, Strich als Spur, Form als klares Zeichen, Quadrat, Kringel, Punkt oder Moment, aus einer einzigen Eigenschaft gemacht, wie ein einsilbiges Wort – alles bleibt auf der ersten Ebene einer Formulierung und wird nur in dieser „Vorform“ beteiligt.
 
Mit diesem Ansatz – dem Gewicht der Einfachheit, der rohen Form und Stofflichkeit, dem freien Spiel der Kräfte – folgt Christian Rosa ganz offensichtlich den Errungenschaften der Moderne. Er vertieft sich in ihre Vorschriften und Gewohnheiten, benutzt ihr Äußeres, ihre Erkennungsmerkmale, konfrontiert den alten Bestand jedoch mit einer unangemessenen Übertreibung ihrer Gesetze, verschärft und zerlegt sie auf ihrem Terrain. Ihrer eigenen Logik nachgehend deaktiviert er den Schutzschild des etablierten Werts und beginnt auf diesem Gebiet eine neue Profanisierung. Es mag wie die Entzauberung einer schon entzauberten Welt wirken, eine Zerstörung der Götter, wo es keine Götter mehr zu geben schien. Wieder sehen wir die Träger des Geschehens in einer ungewohnten und überraschenden „Nacktheit“, mit Andeutungen des Unerwünschten, dem Vorwurf einer „Unsittlichkeit“ ausgesetzt, die heute „Kunstlosigkeit“ heißt – sie haben sich einfach nur im Freien der unbehandelten Stoffe niedergelegt, auf dem Boden einer Wirklichkeit, die keine höhere Wesen verehrt, ob sie nun in den Museen als unantastbare Werte herrschen, in den himmlischen Sphären der Medien erstrahlen oder als Figuren des Schicksals der Weltgeschichte bestimmen wollten.
 
Dies ist Christian Rosas erste Einzelausstellung bei Contemporary Fine Arts. Zu der Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten von Linda Yablonsky und Roberto Ohrt.

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Contemporary Fine Arts is proud to present the exhibition „Love´s Gonna Save The Day“ with new works by Christian Rosa (b. 1982, Sao Paulo) for Gallery Weekend. Rosa lives and works in Vienna and Los Angeles.
 
Most of the elements placed under tension by Christian Rosa are presented unassumingly and directly, unpredictable like a passing impulse, deployed without ceremony, and just as “untreated” as the canvas on which their movements unfold. Light, often almost whimsical, but without frills, they elude control before it can even set in. Their formlessness bypasses the rules of craft and gives no indication of learnability or mastery. Instead, such criteria are systematically cast off, as Rosa has taken not only this first “false” impression, but beginnings in general, the first signs of a movement, as his medium. Everything appears as if in a raw state, be it the “grey matter” of the canvas or the whole range of possibilities it offers: colour as stain, line as trace, form as clear symbol, square, squiggle, point or moment, made of a single quality, like a word of one syllable – everything remains on the initial level of formulation and participates only in this “preliminary form”.

With this approach – the weight of simplicity, raw form and materiality, the free play of forces – Rosa is clearly pursuing the achievements of modernism. He delves into its regulations and customs, using its exterior and its distinctive features, but confronting its former selves with an inappropriate exaggeration of its laws, tightening and dissecting them on their own terrain. Following their logic, he deactivates the protective shield of established value and begins a new round of profanization. It may come across as the demystification of an already demystified world, a destruction of gods where gods no longer seemed to exist. We see the vehicles of the action in an unfamiliar and surprising “nakedness”, with traces of the undesirable, facing charges of an “indecency” now known as “artlessness” – they have simply laid themselves down in the open space of untreated subject matter, on the ground of a reality that venerates no higher beings, whether they rule in the museums as inviolable values, shine out in the heavenly spheres of the media, or seek to dictate as figures of the fate of world history.

This is Christian Rosa’s first solo exhibition at Contemporary Fine Arts. It will be accompanied by a catalogue with texts by Linda Yablonsky and Roberto Ohrt.

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MAXIMALISM
02 MAY - 07 JUNE, 2014

Contemporary Fine Arts freut sich, die Ausstellung „MAXIMALISM“ mit Arbeiten von Borden Capalino, Sachin Kaeley, Rosy Keyser, Sam Moyer und Kaari Upson zu präsentieren.
 
Die junge zeitgenössische Kunst nimmt seit einiger Zeit vermeintlich wieder verstärkt Anleihen beim Minimalismus. Weniger scheint derzeit wieder mehr, die reduzierte Geste, Farbigkeit und Materialität ist hip. Der Titel „MAXIMALISM“ hat vor diesem Hintergrund durchaus und bewusst provokativen Charakter. Jedoch richtet sich die Provokation weniger gegen den Minimalismus – muten doch sogar einige der Werke in der Ausstellung eher minimalistisch an –, sondern gegen einen zunehmend von „Trends“ bestimmten und zu Simplifizierungen neigenden Kunstbetrieb.
 
Die Ausstellung vereint Künstlerinnen und Künstler, die das absolute Maximum an heute zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Bilderproduktion eruieren, erforschen, an ihre Grenzen bringen und einsetzen, um ein Werk herzustellen, das dann wiederum bewusst am Tafelbild als Referenz festhält. Bei keinem der Bilder in der Ausstellung ist ein Pinsel maßgeblich zum Einsatz gekommen.
 
Wegweisend bei der Revolutionierung des Gemäldes waren in der jüngeren Kunstgeschichte Lucio Fontana in Europa und Robert Rauschenberg in Amerika. Beide erweiterten – nach der Erschütterung durch Abstraktion und Malewitschs schwarzem Quadrat zu Beginn des 20. Jahrhunderts - die malerischen Mittel und den Bildraum nochmals substanziell. Während Ersterer noch die „Tyrannei“ des Zweidimensionalen durch seine Bildperforierungen in Frage stellte und versuchte, eine Balance zwischen der Idee und ihrer physischen Manifestation zu schaffen, strebte Letzterer danach, den Alltag und seine Spuren sowie Soziales in die Malerei zu integrieren. Mit seinen „Combined Paintings“ war er Wegbereiter einer über Ölfarbe hinausgehenden und sich den Raum erobernden Radikalisierung der Leinwand.
 
Die Öffnung des klassischen Bildbegriffes macht es den folgenden Generationen an Malereirevolutionären jedoch nicht zwingend leichter, sich innerhalb dieses „anything goes“ zu behaupten. Die formale Unterschiedlichkeit der hier versammelten Positionen zeigt auf, in welch verschiedene Richtungen dieser Weg führen kann. Das mit „Maximalismus“ keine neue Bewegung oder ein „Label“ eingeführt werden soll, ist durch die radikale Individualität und Originalität der einzelnen Künstlerpositionen evident.
 
Bei Rosy Keyser und Borden Capalino ist der im Ausstellungstitel konstatierte Maximalismus ganz buchstäblich und materiell radikal eingesetzt, beide integrieren Fundstücke und – im weitesten Sinne – Abfall in ihre Bilder. Bei Capalino sind dies Zivilisationsreste des modernen urbanen Alltags; Dinge, denen entweder aufgrund ihrer organischen Beschaffenheit oder wegen ihres technischen Standards immer schon ein Verfallsdatum anhaftet. Rosy Keyser nutzt auch natürliches, organisches und anorganisches Material oft suburbaner Herkunft wie Sand und Sägespäne, Seile, Holz, Wellblech und legt deren ureigene Energien bei der Komposition ihrer radikalen Assemblagen frei. Auch Sam Moyer lässt in ihren Werken die Natur mit Regie führen, namentlich Sonne und Regen, die auf ihren teils vorher in Tinte gefärbten Leinwänden Spuren hinterlassen. Die so entstehenden, wie Seelandschaften anmutenden, meditativen All-over-Bildstrukturen werden in ihren neuesten Werken mit Marmortafeln konfrontiert. Sachin Kaeleys hyperrealistisch erscheinende Kleingemälde konterkarieren moderne 3D-Screen Ästhetik, indem sie diese händisch analog imitieren. Kaari Upson begann zwar als Malerin, hat sich jedoch von allen hier versammelten Künstlern am weitesten von diesem Medium entfernt. Ihre aktuellen Werke, in Silikon gegossene Matratzen und Teppichläufer, denen noch im Gießprozess Farben beigemischt werden, lassen sich vielleicht im weitesten Sinne als zeitgenössische Stillleben verstehen, die historisch auch immer Memento mori und Milieustudie zugleich waren.

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Contemporary Fine Arts is pleased to present the exhibition “MAXIMALISM” with works by Borden Capalino, Sachin Kaeley, Rosy Keyser, Sam Moyer and Kaari Upson.

It is often said that young contemporary art has been for a while now greatly inspired by minimalism. These days, less seems more again, and reduced gestures, colours, and materialities are fashionable. Before this background, the title MAXIMALISM is intentionally quite controversial. However, this provocation is directed not so much against minimalism – indeed, some of the works included seem quite minimalistic – but rather against an art business that is increasingly determined by trends and has a tendency to over-simplify.

The exhibition brings together artists who explore, research, apply, and take to their limits the absolute maximum of possibilities for image production that are available today in order to produce works that in the end insist on panel painting as a point of reference. However, a paintbrush was not used to a significant extent in any of the works in the show.
 
Lucio Fontana in Europe and Robert Rauschenberg in the US were the pioneers in revolutionising painting in recent art history. After the shocks of abstraction and Malevich’s Black Square at the beginning of the twentieth century, both these artists significantly expanded both painterly means and the pictorial space. While the former still questioned the “tyranny” of two-dimensionality by perforating his works, trying to arrive at a balance between the idea and its physical manifestation, the latter strove to integrate the everyday and its traces, the social, into painting. With his “Combined Paintings” he was path-breaking for a radicalisation of the canvas that went beyond oil paint and conquering the space outside.

Broadening the classic notion of what a picture is did not make it necessarily easier for subsequent revolutionaries of painting to assert themselves within this nonchalance of “anything goes”. The formal variety of the artistic positions here assembled demonstrates that this path can lead in quite different directions. “Maximalism“ doesn´t aim to form a new movement or “label“ this becomes evident through the radical individuality and originality of the artist´s positions in this show.
 
With Rosy Keyser and Borden Capalino, the maximalism stated in the exhibition applies quite literally and radically to the materials used. Both integrate found objects and, broadly speaking, trash into their pictures. With Capalino, this includes the remnants of modern urban everyday life – things that have an expiration date either because of their organic nature or because of technical standards. Rosy Keyser also uses natural, organic and inorganic material like sand or sawdust, ropes, wood, corrugated iron, revealing their intrinsic energies in the composition of her radical assemblages. Sam Moyer also cedes some control over her works to nature, namely sun and rain that leave traces on her canvases which have been partly dyed in ink. The resulting all-over pictorial structures, meditative and reminiscent of seascapes are contrasted in her latest works with marble slates. Sachin Kaeley’s seemingly hyper-realistic small paintings foil modern 3-D-screen aesthetics by imitating them in an analogue, handcrafted way. Although Kaari Upson started out as a painter, of all the artists assembled for this exhibition, she has moved furthest away from this medium. Her latest works, mattresses and carpets cast in silicon, to which she adds colour during the process of casting, can perhaps in a very broad sense be understood as contemporary still lifes, which historically speaking were always simultaneously a memento mori and a study of certain milieus.



Contemporary Fine Arts Berlin






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