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christine koenig galerie: MARGHERITA SPILUTTINI |JACQUELINE CHANTON - 7 Mar 2008 to 26 Apr 2008

Current Exhibition


7 Mar 2008 to 26 Apr 2008
Hours - Tue - Fri 11 am - 7 pm Sat 11 am - 3 pm
Opening: 6th March 2008, 7 - 9 p.m
CHRISTINE KÖNIG GALERIE
Schleifmuehlgasse 1A
A-1040
Vienna
Austria
Europe
p: 43 1 585 74 74
m:
f: 43 1 585 74 7424
w: www.christinekoeniggalerie.at











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Artists in this exhibition: MARGHERITA SPILUTTINI, JACQUELINE CHANTON


MARGHERITA SPILUTTINI Kunst Dokumente

born 1947 in Schwarzach im Pongau, Lives and works in Vienna.

Numerous exhibitions e.g.: Secession Vienna, Galerie Faber Vienna, Pratt Institut New York, Museum für Gestaltung Zürich, Steirischer Herbst Graz, Fotogalerie Vienna, Fotohof Salzburg, Architekturgalerie Berlin, Technisches Museum Vienna, Architekturgalerie Luzern, Galerie Dittmar Berlin, Architectural Association London, Arqueria de Nuevos Ministerios Madrid, Architekturzentrum Vienna.

Kunst Dokumente shows Margherita Spiluttini´s subtle view on works of different artists in different spaces. no representation, rather mere documents of rooms, situations, photographed in passing.

Let us assume that we are not dealing with two different realities in photography, but only with one which merely invades our brain through the retina from two different positions. It would be conceivable that the retinal image makes less of a difference between the original and its representation than we might imagine. Even a switch of realities, a mix-up, an exchange of identities would be conceivable, such as a photo which more closely reflects the reality of the original than any accidental retinal image of the original. How else would it be conceivable that people come to see things only after they have been photographed? How else would it be possible for photography to continually conquer new areas, or views, of reality? - It is, then, that the good photographer is a deceiver, a reality monger?
Friedrich Achleitner, from: über das Abbild und das Abgebildete, Vienna 1985 and 2007



Third Room: JACQUELINE CHANTON Repräsentanten

born 1957 in Luzern, lives and works in Vienna. Trained in Restoration at Kunstgewerbeschule Bern, Studies of Painting and Sculpture in Luzern and under Bruno Gironcoli, Academy of Fine Arts Vienna.
Numerous exhibitions e.g.: Scharfes Auge, Christine König Galerie, Vienna; Follow the leader, Projekt Ines Doujak, Secession, Vienna and MACBA, Barcelona; Witte de With, Rotterdam; Tiere in der Großstadt, Museum Hermesvilla Vienna; Phantom der Lust, Neue Galerie Graz; Inside Outside, Neue Galerie Studio, Graz.

You have to aim at developing a distinctive style and authenticity if you want to get somewhere, this is what critics often demand from artists. History sustains this theory.

If you look at a painting by Andy Warhol or a sculpture by Alberto Giacometti, people refer to it as "a Warhol" or "a Giacometti". At this moment, the artwork becomes the representative of the artist. If additionally there is a portrait of the artist himself, one obtains two representatives of one person. You could talk about a heraldic and a natural image now. By now, when the name "Warhol" comes up, people think of the countless icons of Pop-Art. Also Picasso's blue-and-white striped t-shirt is nearly as famous and on the spot as his Le Demoiselles d'Avignon. Jacqueline Chanton shows both, her painted portrait of the artist and also his work painted by her. She proves the fact that we live in the midst of images. The photographical portraits of various artists can be seen as a part of mass culture – as mass pictures/images. Because of their almost inflationary use, in comparison to real artworks, they turned into icons themselves. Hence Chanton’s work is an examination of a very present fact, namely the change within the culture of images/pictures. The actual artwork and the photo portrait of the artist who made it, converge. The trivial and mass cultural field of image creation expands more and more. With the invention of “image machines“ a procedure was opened, which philosophers like Günther Anders or Jean Baudrillard hold responsible for the fact that the world became an image. Jacqueline Chanton seems to show this in an elementary way. Today "a Picasso" is both, a painting and the artist himself, both are images for us.
Günther Holler-Schuster, 2007



MARGHERITA SPILUTTINI
geb. 1947 in Schwarzach im Pongau, lebt und arbeitet in Wien.

Zahlreiche Einzelausstellungen, u.a Secession Wien, Galerie Faber Wien, Pratt Institut New York, Museum für Gestaltung Zürich, Steirischer Herbst Graz, Fotogalerie Wien, Fotohof Salzburg, Architekturgalerie Berlin, Technisches Museum Wien, Architekturgalerie Luzern, Galerie Dittmar Berlin, Architectural Association London, Arqueria de Nuevos Ministerios Madrid, Architekturzentrum Wien.

Margherita Spiluttini zeigt in der Ausstellung Kunst Dokumente erstmals eine Serie von Fotografien, die ausschliesslich ihren Blick auf die Werke anderer bildender Künstler zeigt. Scheinbar Nebensächliches, Flüchtiges, Periphäres, Verstecktes, Ausschnitthaftes, wie im Vorübergehen aufgenommen. Keine Repräsentation, sondern vielmehr Dokumente von Orten und Situationen, die sie interessierten.

„Nehmen wir an, wir hätten es bei der Fotografie nicht mit zwei Wirklichkeiten, mit zwei Ebenen oder Qualitäten von Wirklichkeit zu tun, sondern nur mit einer, die nur von zwei verschiedenen Positionen ausgehend über die Netzhaut in unser Gehirn eindringt. Es wäre denkbar, dass das Bild auf der Netzhaut zwischen dem Original und dem Abbild gar nicht so viel Unterschied macht, wie wir uns das vorstellen. Ja es wäre sogar ein Wechsel zwischen diesen Wirklichkeiten, eine Verwechslung, ein Austausch der Identitäten im Gehirn denkbar: ein Foto etwa, das der Wirklichkeit des Originals mehr entspricht als das zufällige Bild vom Original auf der Netzhaut. Wie wäre es sonst denkbar, dass Menschen erst Dinge sehen, nachdem sie fotografiert wurden? Wie wäre es sonst möglich, dass die Fotografie immer neue Bereiche der Wirklichkeit oder Sehweisen der Wirklichkeit erobert? – Der gute Fotograf ist also ein Täuscher, ein Täuschler von Wirklichkeit?“

Friedrich Achleitner, aus: über das Abbild und das Abgebildete, Wien 1985 und 2007


Third Room: JACQUELINE CHANTON
geb. 1957 in Luzern, lebt und arbeitet seit 1987 in Wien. Ausbildung zur Restauratorin in Bern, Studien der Malerei und Bildhauerei in Luzern und bei Bruno Gironcoli, Akademie der bildenden Künste, Wien.

Zahlreiche Ausstellungen (Auswahl): Scharfes Auge, Christine König Galerie, Wien; Follow the leader, Projekt Ines Doujak, Secession, Wien und MACBA, Barcelona; Witte de With, Rotterdam; Tiere in der Großstadt, Museum Hermesvilla Wien; Phantom der Lust, Neue Galerie Graz; Inside Outside, Neue Galerie Studio, Graz.

„Man müsse einen unverwechselbaren Stil haben und Authentizität zum Ziel haben, wenn man es künstlerisch zu etwas bringen möchte, lautet eine Forderung der Kritik an die Kunstschaffenden. Die Geschichte bestätigt das. Wenn man ein Bild von Warhol oder Giacometti sieht, spricht man von „einem Warhol“ oder „einem Giacometti“. In diesem Moment wird das Kunstwerk zum Repräsentanten einer Person.
Wenn man nun zusätzlich ein Portrait des Künstlers, der Künstlerin zur Verfügung hat, hat man zwei Repräsentanten einer Person. Man könnte somit von einem heraldischen und einem natürlichen Bild eines Menschen sprechen.

Wenn Jacqueline Chanton nun beides gemeinsam zeigt, sowohl das Portrait als auch das Werk, wird sie der Tatsache gerecht, dass wir inmitten von Bildern leben. Ob es sich dabei um ausgewiesene Kunstwerke handelt oder um Porträtdarstellungen oder um beides zusammen oder um völlig andere Zusammenhänge, spielt keine Rolle. Mittlerweile sehen wir, wenn wir Warhol hören, die unzähligen Ikonen der Pop-Art. Und Picassos blau-weiß gestreiftes T-Shirt ist auch fast so bekannt und gegenwärtig wie seine Les Demoiselles d’Avignon.

Die Fotoporträts verschiedener Künstler kann man als Teil der Massenkultur verstehen – als Massenbilder. Sie wurden aber durch ihre nahezu inflationäre Verwendung – im Vergleich zu tatsächlichen Kunstwerken – selbst zu Ikonen.

Somit ist Chantons Disposition eine Auseinandersetzung mit einem Faktum, das wir gegenwärtig besonders auffällig beobachten können, nämlich dem Wandel innerhalb der Bildkultur. Das Werk und das fotografische Porträt der Person, die dahintersteht, bewegen sich aufeinander zu.

Der triviale, massenkulturelle Bereich der Bilderzeugung nimmt immer mehr an Raum ein. Somit ist mit der Erfindung der Bildmaschinen ein Vorgang eingeleitet worden, den Denker wie Anders oder später Baudrillard mitverantwortlich gemacht haben dafür, dass die Welt zum Bild geworden ist.

Jacqueline Chanton scheint das auf einfache Weise zu zeigen. „Ein Picasso“ ist heute sowohl das Gemälde, als auch der Künstler – beide sind für uns Bilder.

Günther Holler-Schuster, 2007




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